Gründe für ein differenziertes Schulsystem

Wie müssen wir unser Schulsystem gestalten, damit unsere Kinder größt mögliche Lebenschancen erhalten, in dem sie das Beste aus sich machen können?

Es gibt keine Einheitskinder, deshalb brauchen wir auch keine Einheitsschule!

Unsere Kinder müssen möglichst individuell gefördert und gefordert werden. Dies spricht für eine Differenzierung (=Aufteilung der Kinder in Lerngruppen anhand eines möglichst homogenen Leistungsniveaus) und gegen Einheitsbrei. Erfolgt die Differenzierung nach der vierten Klasse nicht und verbleiben die Kinder weiter in einer Einheitsklasse, werden gute Schüler unterfordert und schwächere Schüler permanent überfordert. Beide wird damit die Chance genommen, das Beste aus sich zu machen. Bei einer Trennung der Schulformen können nicht nur die Lerninhalte besser an die unterschiedlichen Fähigkeiten angepasst, sondern auch die Lehrkräfte besser spezialisiert werden auf ihre jeweiligen Schüler. Die Gymnasiallehrerausbildung muss Schwerpunkte besonders im Fachlichen setzen, um die leistungsstarken Schüler zu fordern. Wohingegen die Hauptschullehrer besonders kompetent in der Wissensvermittlung, also der Didaktik, sein müssen, um den Lernstoff verständlich zu machen. Deshalb sind wir grundsätzlich gegen integrierte Gesamtschulen. Als Liberale wollen wir aber unsere Auffassung nicht allen vorschreiben, sondern den Eltern, die – anders als wir – dennoch die Gesamtschule für ihre Kinder bevorzugen, auch ein entsprechendes Angebot machen. Gegen eine Differenzierung bereits nach Klasse vier wird oft eingewandt, dass manche Kinder sich erst später entwickeln. Diesem berechtigten Einwand folgend, wollen wir Liberale eine hohe Durchlässigkeit der Schullaufbahnen, nicht nur über den zweiten Bildungsweg, sondern auch bereits zuvor, während der Regelschulzeit.

Fazit:

Differenzierung, Leistungsorientierung und Durchlässigkeit sind für uns wesentliche Gestaltungsprinzipien. Kurze Schulwege und ein effizienter Umgang mit den finanziellen Ressourcen angesichts knapper Kassen sind weitere Determinanten.

Lesen Sie weiter:

  • Ziele liberaler Bildungspolitk [ →hier]
  • Längeres gemeinsames Lernen? [ →hier]
  • Vorstellungen der FDP-Bottrop zum Schulsystem [ →hier]
  • Begriffsbestimung „Sekundarschule und Verbundschule“ [ hier]

Links:

  • Thesen liberaler Bildungspolitik – Beschluss Bundesvorstand (Jan 2012) [ →hier]
  • Elternverein NRW: Eine Schule für alle? (PISA) [ →hier]
  • Arbeitskreis Schulformdebatte e.V.: Differenziertes Schulsystem [ →hier]
  • AK Schulformdebatte: Differenzierung vs. längeres
    gemeinsames Lernen [ →hier]
  • AK Schulformdebatte: Die Benachteiligung der Benachteiligten [ →hier]
  • AK Schulformdebatte: Leistungsfähigkeit der Realschule [ →hier]
  • Max-Planck-Institut: Realschüler haben Wissensvorsprung von 2 Jahren [ →hier]