Kirchhellen-Mitte braucht eine Grundschule für alle Kinder

(23.08.2012) Die Empfehlung des Institutes biregio, die Matthias- Claudius-Grundschule aufzulösen und deren Schülerinnen und Schüler von der Johannesschule übernehmen zu lassen, erzeugt Unruhe und Unsicherheit sowohl in der Schulgemeinschaft wie unter den Kirchhellener Bürgern.

Aus dem Gutachten von biregio ist nicht ersichtlich, worauf diese Empfehlung gründet.

Natürlich können sich auch die Kirchhellener Grundschulen dem demographischen Wandel nicht entziehen, und wenn die Stadt in Zeiten knapper Kassen sich dazu entschließt, aus zwei Grundschulen unter einem Dach eine dann dreizügige zu machen und den Teilstandort Feldhausen zu erhalten, scheint das eine vernünftige Lösung. Es wäre gut, die erwarteten Einsparungen zu veröffentlichen, damit sich die Betroffenen selbst ein Bild von der Notwendigkeit machen können.

Dabei darf man nicht übersehen, dass die Johannesschule als katholische Grundschule nicht für alle Familien in Frage kommt. Das ausgeprägte katholische Profil, das sie auch auf der Homepage präsentiert, erschwert es Familien anderer Konfession, anderen Glaubens oder Weltanschauung, sich für diese Grundschule zu entscheiden. Ausweichmöglichkeit im Ort ist dann nur noch die Gregorschule, die aber wegen ihrer Lage und der begrenzten Aufnahmefähigkeit keine Alternative für alle potentiellen Matthias- Claudius-Schüler sein kann.

Kirchhellen ist in den letzten Jahren auch weltanschaulich vielfältiger geworden, und dem muss die Schulentwicklungsplanung Rechnung tragen.

Mehrfach wurde uns gegenüber der Wunsch nach einer Kirchhellener Gemeinschaftsgrundschule, durchaus mit einem starken katholischen Zweig geäußert, an der alle Kinder „im Dorf“ beschult werden können, und die die gute Arbeit der beiden Grundschulen mit ihrem reichen Angebot fortführt . Die FDP bittet die Schulverwaltung, diesen Vorschlag zu prüfen, und die Interessen aller Familien bei der weiteren Planung im Blick zu halten.