Vermerk Benachteiligung Gymnasium & Realschulen

Hintergrundinformation

1.        Schulträger

Schulträger erhalten in der Regel einen ums Mehrfache höheren GFG-Anteil für Schüleraufwendungen, wenn sie GY und RS auflösen und in eine Sekundarschule umwandeln.

•          Die Begründung läuft formal über die Kostenerstattung für den Ganztagsbetrieb: Schulen im Ganztag werden für die Schülerkostenfinanzierung mit einem Wert von 3,33 gewichtet, Schulen im Halbtagsbetrieb allerdings nur mit dem Faktor 0,7.

•          Viele Schulträger diskutieren derzeit daher, ob sie es sich finanziell noch leisten können, eine völlig intakte RS oder GY in Halbtagsform zu erhalten und nicht durch die fast fünffach stärker geförderte Ganztags-Gesamtschule oder Sekundarschule zu ersetzen. Finanzielle Fehlsteuerung hat dann Vorrang vor pädagogischen Erwägungen oder Fragen der Schulqualität.

•          Zur Ermöglichung oder Stabilisierung von Standorten ist Sekundarschulen viel mehr Flexibilität bei der Bildung von Teilstandorten erlaubt. Horizontale und vertikale Schulzusammenschlüsse dürfen existieren, um eine Sekundarschule zu ermöglichen. RS und GY steht dieser Weg nicht frei. Bei einer horizontalen Gliederung können 5. und 6. Klasse an einem Standort, an einem weiteren Standort 7. bis 10. Klassen einer Schule untergebracht werden und bei vertikaler Standortbildung an mehreren Standorten jeweils die Jahrgänge 5 bis 10